Literatur, Prosa, Sachliches und Kritik bei Thomas A. Kristott

Literatur, Schreiben, Schriftsteller, Kultur und Zivilcourage

Gefahren für Abgabetiere

Gefahren für Abgabetiere

Ihre Katze hat Sie mit einem Wurf süßer Babies überrascht, und nun möchten Sie die Katzenkinder so schnell wie möglich in ein neues Zuhause abgeben – in gute Hände versteht sich! Am liebsten möchten Sie sich die Abgabe nicht durch irgendwelche Bürokratie oder gar eine Gebühr erschweren, und so entscheiden Sie sich für eine Anzeige in der örtlichen Presse: “Katzenbabies zu verschenken”… Doch halt: Was wissen Sie über die Menschen, die sich auf Ihre Anzeige melden, auch wenn sie noch so freundlich erscheinen? Es gibt leider viele schwarze Schafe unter den Interessenten! Oft antworten professionelle Tierhändler auf Anzeigen für kostenlose Tiere. Mischlinge werden von diesen Leuten z.B. als Rassetiere ohne Papiere weiterverkauft. Andere Händler verkaufen die Tiere an Versuchslabore weiter. Okkultisten suchen schwarze Katzen für Ritualmorde bei schwarzen Messen. Und auch dubiose Pelzhändler sind auf der Suche nach “kostenlosem Material“ (Welpen sind für sie besonders interessant wegen des flauschigen Fells, zum Beispiel als Verzierung an Anoraks. Unter der Bezeichnung “Lipi” oder “Genotte” verbirgt sich das Fell der Hauskatze.) Weiterhin stehen Welpen in der Gefahr, als Schlangenfutter zu enden (Schlangen benötigen lebende Beute, und neben Nagern werden auch gern kleine Katzenwelpen verfüttert). Und Veranstalter von illegalen Hundekämpfen benutzen zum Scharfmachen ihrer Hunde gern die ein oder andere Katze. Wie aber kann man sich vor solchen Betrügern schützen? Man sollte sich auf jeden Fall vorher informieren, wohin das Tier kommt. Lassen Sie sich den Personalausweis des Interessenten zeigen und notieren Sie die Daten! Sehen Sie sich das neue Zuhause vor der Abgabe des Tieres persönlich an, schließen Sie einen Tierschutzvertrag ab. Schließen Sie einen Tierschutzvertrag ab und vereinbaren Sie, das Sie zu einem Kontrollbesuch kommen. Ganz wichtig: Ein Tier, das nichts kostet, ist für viele Menschen nichts wert und fliegt nur allzu schnell auf die Straße. Verlangen Sie daher auf jeden Fall eine Schutzgebühr!! Abgesehen davon, dass ihr Tier damit einen finanziellen Wert darstellt, lohnt sich hiermit die Anschaffung des Tieres für keinen Tierhändler mehr! Und lassen Sie sich im Vertrag bestätigen, dass das Tier nicht weitergegeben (verschenkt oder verkauft) werden darf! Bitte warnen Sie auch andere Menschen, von denen Sie wissen, dass diese ein Tier verschenken wollen! (Für vorstehenden Beitrag danken wir unserer Quelle und Copyright: CAT-CARE Tierhilfe Kassel e.V., www.cat-care.de Auf der Seite von CAT-CARE Tierhilfe Kassel e.V. können Sie wichtige Hilfe-Hinweise auch als PDF herunterladen. ***)

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Eine Idee, Auffälliges, auf gesunden Menschenverstand vertrauen

Lesen Sie dazu auf unserer Ideenseite nach, die nach und nach mit Interessantem ergänzt wird. Viele alltägliche Merkwürdigkeiten und Auffälliges begegnen uns rund um die Uhr. Gewöhnlich denkt man nicht näher darüber nach – vieles davon wird vom scheinbar rationalen Denken verdrängt. Wir trauen dem nicht, was sich da plötzlich in irgendeinem Moment offenbart – wir verdrängen, trauen nicht unserem eigenen gesunden Menschenverstand sondern unterliegen wieder einmal dem uns eingeimpften Muster, allein aus Anpassung und mangelndem Selbstvertrauen oder einfach aus Desinteresse. Dadurch machen wir uns unbewußt das Leben schwerer, als notwenig.

 

 

Unbedingt beachten bei der Handaufzucht junger Kätzchen!!

Unbedingt beachten bei der Handaufzucht junger Kätzchen!!

                                                                                                           Marie

(Dieser Artikel ersetzt keinesfalls die fachlichen Auskünfte und Hilfen von Tierärzten Ihres Vertrauens und speziell ausgebildeten Fachkräften, er ist als wichtige Anregung und Hilfe bei eigenen Bemühungen zur Rettung der Katzenkinder gedacht. Wenden Sie sich immer unbedingt auch an diese Stellen)

Aus eigener sehr schmerzlicher Erfahrung möchte ich in diesem Beitrag insbesondere auf die schwersten Irrtümer, Fehler und Probleme eingehen, denen sich gut meinende aber noch meist unerfahrene Helfer in der Not bei der Rettung und Aufzucht per Hand von Kätzchen ausgesetzt sehen – ohne dass die mitunter für die Welpen lebensgefährlichen Handlungen und Umstände rechtzeitig klar erkannt werden. Prinzipiell gelten einige wichtige Hinweise in anderen Formen auch für erwachsene, verletzte und kranke Tiere.   Wenn die Situation, meist unvorhergesehen, eintritt, dass Kätzchen gleich oder auch im Alter von wenigen Tagen – oder Wochen ohne Mutter, aus welchen Gründen auch immer, aufgefunden werden, muss schnell aber sehr überlegt gehandelt werden. Ich beschränke mich zunächst auf die lebensgefährlichsten Möglichkeiten und Situationen, die nun eintreten können oder auch schon eingetreten sind. Menschen, die mit derartigen Situationen nicht oder wenig vertraut sind, neigen spätestens dann, wenn sie von fachlicher Seite nicht umgehend Unterstützung bzw. entsprechende Beratung erhalten, zur Panik. Das habe ich bei mir selbst bitterst erfahren, und wenn man seinem Welpen tage – und nächtelang, rund um die Uhr, betreut und dabei das kleine Köpfchen, aus dem das wache Augenpaar dich auf Handlänge anschaut, wenn dies Gesichtchen, das kleine Näschen und Schnäuzchen mit den winzigen Schnurrhaaren und die abgespreizten Ohren – im Verhältnis noch übergroß – sich dir in diesen unvergesslichen und schönsten Tagen und Nächten auf immer eingeprägt haben, wenn dann dieses Tierchen, weil du in deiner glücklichen aber unberechenbaren Müdigkeit mit unfassbarer nur kurzer Unbesonnenheit einen entscheidenden Fehler bei Fütterung oder Pflege des Kleinen begehst, fast lautlos leidend, an diesem eben noch so glücklichen Tag, oder einer ebenso glücklichen, nun schlimmen Nacht, dahingeht, ist es, als bricht dein Herz in tausend Stücke und eine schrecklichere Einsamkeit, eine tiefere Trauer ist nicht möglich.

Da liegt vielleicht ein Hund angefahren auf der nächtlichen Straße, oder eine Katze schreit ununterbrochen in der Nähe in größtem Schmerz, während sie zusammengekauert reglos in einem Gehölz Zuflucht gesucht hat, ihre Schulterblätter fassen sich an, als bestünden sie nur noch aus Splitter. Genau dann ist niemand zur Stelle, sind Anrufe vergeblich, wird man allenfalls mit zwar nützlichen aber in dieser Situation recht nutzlosen Ratschlägen bedacht. Leute und Institutionen, vermeintliche Ansprechpartner in Tierschutzstellen, veterinäre Dienste, einschlägige Webseitenbetreiber, Tierrettung – sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind in brenzligen Situationen, wenn es auf schnelle und sehr gezielte Unterstützung im Einzelfall ankommt, entweder gerade nicht erreichbar, haben keine Kapazitäten oder sind schlichtweg zeitlich überfordert. Wochenenden, Feiertage, Ferienzeit – die hilflosen Tiere suchen sich nicht immer die günstigsten Zeiten aus. Glück in ihrem Unglück hätten die Tiere, wenn ein mobiler Tierretter zu erreichen ist, doch die sind rar. Den Rest des Beitrags lesen »

Immobilien- Baurendite und Kosten für Projektentwicker und Bauherren auf einen Blick per Mausklick

Auf unserer Immobilienseite hier stellen wir eine von uns und unserem Softwarepartner entwickelte einzigartige Software vor: Bedienung nur per Maus, mit Klicks und Schieber, auf nur einer Bildschirmseite. Ziel: End-Rendite, Mieterwartung, möglicher Verkaufpreis, Verzinsung, mögliche Kosten, verschiedene und gesamte Investitionen. Jeder einzelne der vielen Posten wird nicht kompliziert vom Benutzer errechnet, sondern – in Relation aller Einzelfaktoren und deren Größen, Kosten und Gewinne – jeweils fertig selbständig berechnet und genau beziffert angezeigt. Relevante wichtige Posten und Daten sind in DIN 276/277 ausgewiesen.
GFZ, BGF, GRZ, Geschosse, Deckenhöhen, Keller, anteilige Baukosten, Außenanlagen, Finanzierung und Renditemultiplikator, Verzinsung für Wertsteigerungen, gewünschte Mieten und andere wichtige Faktoren einschließlich Nebenkosten sind rechnerisch logisch untereinander gekoppelt. Ändert sich einer der Werte, werden alle anderen automatisch angepasst. Alle so intern berechneten Ergebnisse können gespeichert übersichtlich ausgedruckt werden.
Auf drei Seiten werden so übersichtlich die errechneten und zugrundeliegenden Werte im einzelnen dargestellt:
– Berechnung der Flächen
– Berechnung Bruttorauminhalte (BRI)
– Überblick der einzelnen Kostengruppen
– Komplett-Zusammenfassung
*Legende der Bezeichnungen

Die Bearbeitung wird bequem per Maus nur auf der Bildschirmanzeige vorgenommen.
Investoren, die damit schon einmal einfach und schnell, auch an der Baustelle auf dem Laptop, kurz und präzise ein Projekt schnell vorab berechnet haben, werden nie wieder auf diese super einfach gewinnbringende Software verzichten wollen.
Die angezeigten DM-Werte müssen nicht in Euro umgerechnet werden. Bestimmte voreingestellte Preise sind ja individuell zu verändern, je nach Wunsch – statt DM gilt Euro.
Die Software kann preiswert bezogen werden; eine nur in der Grundstücksgröße und im Grundstückspreis eingeschränkte, voll funktionsfähige Version steht ebenfalls zur Verfügung. Bei Interesse bitten wir um individuellen Kontakt. Anfragen bitte per Email.
*Thomas Kristott

Prozesskostenhilfe-Bewilligungsverfahren mit Hilfe eines Rechtsanwalts kann sehr teuer werden

Der nachstehende Artikel ist keine Rechtsberatung sondern drückt lediglich unsere Meinung aus und soll mit Hinweisen helfen, insbesondere Menschen mit geringem Einkommen vor finanziellen und anderen Schäden zu bewahren.
Der Artikel richtet sich auch nicht gegen eine bestimmte Berufsgruppe, deren Mitglieder in der Mehrzahl entsprechend den Richtlinien ihres Berufes tätig sind. Die Honorarbeispiele und Gerichtskosten sind in Anlehnung an die Gebührenverordnung geschätzt

Das Abwehren von Betrügereien, Neppern, Schleppern und Bauernfängern oder das Hereinschliddern in Probleme wegen eigener unvorsichtiger oder zu sorgloser Aktivitäten bringen in nicht wenigen Fällen die Betroffenen in große Schwierigkeiten.

Unser Fall:
Man will sich wehren, muß eine Klage führen oder wird selbst beklagt, erhält Post von Anwälten und Gericht. Geld ist sehr knapp, man ist am Existenzminimum.
Aber da gibt es ja die Prozesskostenhilfe, bei der – wenn sie denn bewilligt wird – eigene Anwaltskosten und die Gerichtskosten von der Staatskasse getragen werden. Somit riskiert man ja nicht viel, das ist der erste Gedanke, und der Rechtsanwalt macht schon das Beste aus der nervigen Angelegenheit.

So denkt man – doch genau diese Vorstellung von selbstloser Staatshilfe und engagierter Rechtsanwaltsunterstützung ist zweischneidig und kann am Ende sehr teuer werden.

Nehmen wir den hier besonders riskanten Fall, dass man selbst eine Klage führen will oder muss:

Bei Tätigwerden des Rechtsanwalts zunächst außergerichtlich, noch vor einem sogenannten Bewilligungsverfahren zur Prozesskostenhilfe für ein Gerichtsverfahren, entsteht bereits unmittelbar ein nicht zu unterschätzender Honoraranspruch für den Rechtsanwalt, der abhängig vom Streitwert des Verfahrensgegenstandes ist.
Dieser Streitwert ist relativ unbekannt – erst das Gericht legt ihn endgültig fest. Der Rechtsanwalt sollte hier zumindest eine Schätzung angeben, denn die Höhen der Gerichtskosten und die der Anwaltskosten hängen davon weitgehend ab.

Dazu kommen Aufwendungsersatz bzw. Kostenpauschale für Telekommunikation und Personalaufwand und anderes.
Bei vorgerichtlicher Tätigkeit des Anwalts entsteht also bereits die genannte erste Gebühr – die „Geschäftsgebühr“, in der Regel ein mindestens 1,3 Gebührensatz – zuzüglich der gerade schon genannten Aufwendungen für Postkosten und Telekommunikation (Im Falle einer Pauschale als häufig ausgenutzte Grenze 20,- Euro per einzelner Gebühr).

Ganz unten auf der Rechnung findet sich dann noch die Mehrwersteuer – derzeit 19 % – welche auf die bisherige Summe noch aufgeschlagen wird.
Beispiel: Streitwert vom Gericht festgelegt: 2500,-Euro.
Anwaltskosten: Als „Geschäftsgebühr“ 209,30,- Euro, plus 20,- Euro Kostenpauschale, plus 19 % Mehrwertsteuer.

Wäre die Angelegenheit bis dahin zur Zufriedenheit geregelt, könnte man dennoch aufatmen.

Meist ist es damit aber nicht abgetan, und wenn es nicht gelingt, ein Gerichtsverfahren zu vermeiden, bleibt vielen Betroffenenen nur der Antrag auf eine Prozesskostenhilfe.
Wird der Anwalt auch damit beauftragt, hat er schon ein weiteres Honorar sicher, nämlich die sogenannte „Verfahrensgebühr“, zuzüglich einer weiteren Kostenpauschale bzw. Kostenersatz, wie bereits zuvor beschrieben, zuzüglich Mehrwertsteuer.
Denn das Prozedere ist derart angelegt, dass für die Prüfung der Voraussetzungen zum Prozesskostenhilfeantrag – anders als zum Beispiel bei einem Prozesskostenhilfeantrag für eine beabsichtigte „Einstweilige Verfügung“ – üblicherweise auch gleich ein Klageentwurf dem Gericht übermittelt werden muß. Dieser wird automatisch als Klage (bis dahin nur als Klageentwurf geltend) nach erfolgter Bewilligung der Prozesskostenhilfe der Gegenseite zugestellt, womit die Klage gerichtlich anhängig ist. Die Gefahr: Anwaltsgebühren und mögliche andere Kosten der Gegenseite entstehen damit, unabhängig davon, wer diese letztlich bezahlt.

Die Risiken eines solchen Antrags sollten deshalb unbedingt zunächst ergründet werden. Dazu bedarf es glücklicherweise noch keines Anwalts, wenn genau recherchiert wird.
Wo liegt hier das Problem im Verborgenen?

Obwohl die vorherige Geschäftsgebühr zumindest zur Hälfte auf diese folgende Verfahrensgebühr angerechnet wird, also am Ende 50% günstiger wird, und die Verfahrensgebühr bei einem Prozesskostenhilfeantrag (PKH) maximal als 1,0 – Gebühr verlangt werden kann, addiert sich das Ganze, wie schon beschrieben, Steinchen für Steinchen zu einem erheblichen Berg.

Zur Feststellung durch das Gericht, ob die mögliche Klage überhaupt aussichtsreich ist, was eine Voraussetzung für die PKH-Bewilligung ist, wird leider erst ein recht zweifelhafter Vorab-Aufwand betrieben, bei dem das Gericht sich in der Regel darauf beschränkt, die unterschiedlichen Darstellungen der Parteien-Anwälte einzuholen und dem einen Anwalt den jeweils nächsten Schriftsatz des anderen zu übersenden. Bei Vermeidung teurer Gutachten (wer soll die bezahlen?) ist es fraglich, ob die Richter die Sachlage immer richtig deuten können (oder wollen – es kommt auch hier auf den Menschen an, nicht auf den Richtertitel).

Wir kennen einen Fall mit diesbezüglichen Schriftsätzen, in denen zumindest einer der Kontrahenten-Anwälte ein verwirrendes Fach-Kauderwelsch, einhergehend mit unsachlichem und unrichtigen Blödsinn, zum Besten gab, so dass mit einiger Sicherheit kein Richter damit etwas anfangen konnte, doch auch kein Richter daran Anstand nahm.

So ging es weiter, hin und her. Ziel des einen Anwalts – zumindest seines Mandanten – war es, die Bewilligung der Prozesskostenhilfe der anderen Seite – und damit wahrscheinlich die ganze mögliche Klage – abzuwehren.

Dabei war es für diesen Anwalt im Interesse seines Auftraggebers natürlich auch von Nutzen, dass die Abweisung der Prozesskostenhilfe dem eigenen Autraggeber Rückenwind bei ähnlichen möglichen Klagen gegen ihn von anderen Betroffenen geben würde.

Dem Antragsteller für die Prozeßkostenhilfe blieb letztlich nur übrig, zu raten, wie sich das Gericht entscheiden würde – für oder gegen seinen Antrag. Es hatte nicht den Anschein, dass das Gericht mehr tat als die Korrespondenz hin und her zu schicken. Sachliche Fragen unterblieben.

Er war darüber hinaus längst in der Statistenrolle zwischen den streitenden Anwälten einerseits und ihm selbst und dem Gericht andererseits. Die beiden Anwälte schickten nach wechselseitiger Aufforderung immer wieder an das Gericht ihre sich widersprechenden, schlecht oder gar nicht recherchierten Meinungen zum Klageinhalt. Der Anwalt des Klägers verharrte im Übrigen in Tatenlosigkeit.
Es vergingen Wochen und geklärt wurde nichts. Die Sache war festgefahren, und der Kläger stand allein da. Er mußte unter diesen ungewissen Umständen mit einer Abweisung seines PKH-Antrags rechnen.

Für das Entstehen der genannten zweiten – nicht unerheblichen – Gebühr des eigenen Rechtsanwalts, der sogenannten „Verfahrensgebühr“, reicht jener Vorgang aus, den wir oben schon beschrieben haben:
Es genügt, wenn der beauftragte Rechtsanwalt unvermeidlich dem Gericht, zusammen mit dem ausgefüllten Prozesskostenhilfe-Antrag nebst erforderlichen aussagefähigen Einkommensunterlagen, Mietvertrag und jeweils gewünschten sonstigen Auskünften, eine Klageformulierung zuschickt, mit dem Vermerk „Klage und Antrag auf Prozeßkostenhilfe“ und dem Hinweis dabei, dass die Zustellung an den Antragsgegner nach einer Entscheidung auf Bewilligung erfolgen solle.

Aus diesem Klageentwurf würde also bei tatsächlicher Bewilligung eine echte Klage bei Gericht anhängig werden, die aber letztlich – verlöre man den Prozeß – doch noch kostspielig würde. Denn zu zahlen wären noch immer die Kosten der Gegenseite, i. d. Regel zumindest deren Anwaltskosten (Geschäftsgebühr und Verfahrensgebühr plus Kostenauslagen). Mit zusätzlichen Zeugengebühren und sonstigen Beweiskosten, Gutachterhonorare etc. muß man ebenfalls rechnen.

Falls der Antrag auf Prozesskosten aber nicht bewilligt wird, hat man an dieser Stelle unausweichlich seine eigenen, nicht gerade unerheblichen, Anwaltskosten (zumindest Geschäftsgebühr und Verfahrensgebühr plus Kostenauslagen) zu bezahlen.

Zwar wird, wie schon beschrieben, die Hälfte der Geschäftsgebühr auf die außerdem entstandene Verfahrensgebühr angerechnet, und diese Verfahrensgebühr ermäßigt sich noch etwas gegenüber der normalen Geschäftsgebühr, wenn es sich um ein Prozesskostenbewilligungsverfahren handelt, da sie dann, wie schon beschrieben, nur als 1,0 – Gebühr abgerechnet werden darf und in unserem Beispiel nicht 209,30 sondern 161,- Euro beträgt, aber am Ende bewahrt den Antragsteller nur eine tatsächliche Bewilligung vor erheblichen Honorarforderungen seines eigenen Rechtsanwalts.

Erfolgt also diese Bewilligung, sind zwar künftig entstehende Gerichtskosten und die eigenen Anwaltskosten gedeckt.
Doch das gefährliche Spiel fängt unter Umständen erst an, ganz unverfänglich und alles andere als leicht zu durchschauen, denn:
Wenn die Klage gerichtsanhängig wird, beginnt – darauf wiesen wir schon weiter oben hin – auch bei dem Gegenanwalt die Honorar-Uhr zu ticken.
Neben dessen Geschäftsgebühr entsteht auch bei ihm die Verfahrensgebühr, ganz zu schweigen von den übrigen Kosten der Gegenseite.

Möglicherweise kommen noch bei beiden Anwälten Termingebühren und vielleicht Vergleichsgebühren etc. hinzu, wenn man sich dann letztlich doch vor Gericht sieht. Zusätzlich sind Gutachten, Zeugen u.a. einzukalkulieren, die weitere Kosten bringen.

Das Vorhaben, sich gegebenenfalls sein Recht mit einer Klage zu verschaffen, kann somit, wie erkennbar wird, sehr teuer werden.
Denn wird einerseits entgegen aller Erwartungen der Prozess verloren, bleibt derjenige, der sich mit der Prozesskostenhilfe auf der sicheren Seite glaubte, auch noch finanziell auf der Strecke.

Führt man andererseits den Prozess ohne erfolgte Bewilligung von Prozesskostenhilfe dennoch weiter, weil man ja ohnehin bereits seinen eigenen Anwalt bezahlen muß, wäre dies noch eine Möglichkeit, bei einem Gewinn diese Gebühren gänzlich auf die Gegenseite abwälzen zu können.
Wenn sich neue Aspekte oder echte Hinweise ergeben haben, die den Prozessgewinn relativ sicher erscheinen lassen, sollte man den weiteren Kampf vor Gericht also nicht scheuen, wie wir meinen.
Nach Möglichkeit zunächst ohne die erneute Einschaltung eines Anwalts, dafür aber mit Hilfe aller anderen notwendigen legalen Mittel und Möglichkeiten, fleißigen Recherchen und Informationen. Die entstehenden Gerichtskosten sind allerdings abzuwägen. Ein zu hoher Streitwert birgt das zusätzliche Risiko hoher gerichtlicher Gebühren.
Zu bedenken wäre auf jeden Fall, wie hoch die Chance auf einen späteren Vergleich ist.

So ein gerichtlicher Vergleich zwischen den Parteien ist wohl in jedem Fall bei unklarem Prozessausgang anzuraten und zu jeder Zeit ein Rettungsanker. In diesem Fall wäre zumindest ein gewisser Erfolg des Prozessziels zu verbuchen, und in der Regel tragen beide Parteien ihre eigenen Kosten. Die gewährte Prozesskostenhilfe deckt dann das Risiko voll ab oder es werden (bei Nichtgewährung der PKH) die Gesamtkosten halbiert. Somit ist ein Teilerfolg erreicht und die bisherigen Kosten weiten sich nicht weiter aus.

Auf die Möglichkeit eines solchen (möglichst vorgerichtlichen) oder wenigstens späteren gerichtlichen Vergleichs sollte man sich dennoch nicht verlassen, aber den Versuch ist es in vielen Fällen wert, bevor man sich auf einen manchmal endlosen, im Allgemeinen aber immer risikoreichen und teuren Prozess einläßt. Den Rest des Beitrags lesen »

Literaturagenturen, Lektorate, Verlage (Begutachtung, Bearbeitung, Vermittlung, Veröffentlichung), worauf Autoren achten sollten

Aus: Mein Lektorat und Literaturagentur 

Warum nicht einfach gleich fertige Texte an Verlage oder unvorbereitet an Literaturagenturen schicken (am besten gleich an mehrere)?
Nun, dazu würden wir nicht raten, denn es gibt beim Versuch der erfolgreichen Veröffentlichung eines Werkes äußerst gefährliche bis tödliche Klippen:

Wer sich als Autor mit seinem Manuskript unbedarft und vorschnell gleich ohne Weiteres an einen Verlag oder an eine Literaturagentur wendet und auf Veröffentlichung und Bucherfolg hofft, wird in den allermeisten Fällen sehr enttäuscht werden.
Obwohl die Arbeit möglicherweise viel zu bieten hat und vielleicht nur noch gezielt letzte Schliffe und Änderungen benötigt, landet sie nur zu oft im Lektoren-Papierkorb der Adressaten oder wird fast kommentarlos zurückgeschickt. Chancen sind vertan, und ständig weiteres Herumreichen des Manuskripts führt lediglich zum völligen „Verbrennen“ und „Verreißen“ der manchmal jahrelang erarbeiteten eigenen Werke – mit das Schlimmste, was dem Autor passieren kann -, so wie es einem Immobilienverkäufer ergeht, der seine Immobilie wie Sauerbier herumreicht aber so gut wie nie zum Erfolg kommt. Denn ist das Objekt erst mal verrissen, ist es auch „gestorben“, selbst wenn es eigentlich gut ist.

Eine weitere Endstation für ein sonst gutes Werk sind die Fänge von sogenannten Zuschussverlagen. Da diese „Verlage“ niemals vorhaben, ihr Geld für eine tatsächliche Veröffentlichung einzusetzen sondern sich lediglich unmittelbar am oft ohnehin schmalen Geldbeutel des Autors bereichern wollen, kann man hier nicht von einem Verlag sprechen – allenfalls von Betrügern und dubiosen Dienstleistern für billig geschusterte und teuer (oft im Paketpreis für mehrere Tausend Euro) dem Autor selbst verkaufte, meist digital hergestellte, Druckausgaben seines Manuskripts. Von Anfang an wird der Autor hier mit fadenscheinigen, verlogenen Begründungen und Versprechungen vertraglich zu unseriösen und überflüssigen Zahlungen überrumpelnd verpflichtet.

Es gibt allerdings auch einige bekannte und weniger bekannte Institutionen, die hier nicht unbedingt als reine Zuschussverlage im oben beschriebenen Sinn bezeichnet werden sollen, welche Autoren aber unter scheinbar sehr günstigen Bedingungen ködern, indem sie ebenfalls anbieten, Buchausgaben ihrer Werke digital, also on demand prints, herzustellen und zu veröffentlichen – für wenig oder gänzlich ohne weitere besondere Vorkosten.
Dafür wird eine ISBN-Nummer zugeteilt und die üblichen Rahmenbedingungen wie Pflichtexemplare und Aufnahme in das Verzeichnis lieferbarer Bücher erledigt etc., und das Buch kann über dieses Netzwerk und direkt überall im Handel bestellt werden.

Leider hat die Sache aber mehrere Haken.
Einerseits werden als Herausgeber und Verleger genau diese Netzwerke genannt, die in der Regel auf dem Literaturmarkt nicht als wirklich echte Verlage angesehen werden.
Andererseits binden sich die Autoren für eine gewisse oder nicht selten auch undefinierbare Zeit mit erheblichen Anteilen ihrer Rechte und erhalten über diese Netzwerke erst dann Honorare, wenn verkauft wurde und Vertriebs- u. herstellungskosten komplett abgezogen wurden. Die eigene notwendige, richtige Übersicht fehlt dabei letztlich oft. Den Autoren werden „Honorare“ gezahlt, die mit bis zu 50 % angegeben werden – aber nach Abzug aller angeblich und tatsächlichen Kosten und Anteile dieser „Herausgeber“ und unter dem Strich verbleibt auch nur maximal der übliche Autorenanteil, der bei um die 10 % vom Verkaufspreis liegt. Mitunter werden sehr undurchsichtige Kosten angeführt. Honorarvorschüsse, wie bei richtigen Verlagen gang und gäbe, sind natürlich kein Thema.
Den verständlichen Wunsch, ein Buch zu veröffentlichen, und das möglichst ohne wesentliche eigene Investitionen, glauben sich manche Autoren damit zu erfüllen, dass ihr Buch als Druckausgabe vorliegt und über den Handel und im Internet bestellt werden kann, – und genau das machen sich geschäftstüchtige Firmen zunutze, indem sie ihre vielversprechenden Angebote – alles aber nur gewitzte Modelle für Verkauf und Dienstleistungen – entwickeln. Mit Literatur und deren professionelle Veröffentlichung hat das meist nicht viel zu tun.
Den Löwenanteil daraus (und noch mehr aus etlichen Dienstleistungs-Nebenangeboten) verdienen diese Netzwerke und deren Partner. Für sie rechnet sich jedes einzelne Buchexemplar und jede einzelne „Dienstleistung“, jedes einzelne abgeschwatzte und umgemünzte Aurorenrecht – wie etwa nicht mehr zu kontrollierende Lizenzen ins Ausland -, und je mehr verschiedene Autoren sich beteiligen umso größer ist die gesamte, den dienstleistenden „Verlegern“ gewinnbringende „Auflage“ – während die tatsächliche eines einzigen Titels – und damit die Einnahme des Autors – sich fast immer in sehr bescheidenen Grenzen hält.
Werbung gibt es weder für Buch noch Autor.

Bestimmte „Literaturagenturen“ haben da noch eine andere Masche auf Lager. Sie lassen sich die erste „fachmännische“ Beurteilung eines Autorenmanuskripts im Umfang von gerade mal 3 bis 6 Seiten teuer bezahlen, meist nicht unter mehreren Hundert Euros, statt hier kostenlos in Vorleistung zu gehen oder, wenn die Unterstützung sich zunächst auf Korrektorat und Bearbeitung bezieht, das Komplettwerk für eine angemessene Honorarleistung gemeinsam mit dem Autor zu bearbeiten. Sie sagen sich, wenn schon kein Agenturvertrag zustande kommt oder finanziell Sinn macht, dann wenigstens mühelos, ohne Aufwand, ohne wirklichen fachlichen Hintergrund, am Autor verdienen.

Bedeutende und seriöse Agenturen und Verlage arbeiten nicht mit solchen faulen Tricks und schwatzen ahnungslosen Autoren derlei nicht auf. Allerdings fassen sie auch ein bereits herumkursierendes Werk, welches dazu bereits durch die Finger der einschlägigen Geschäftemacher gegangen ist – wenn überhaupt – nur mit sehr spitzen Fingern an.

Was bleibt, ist eine Buchleiche und die Illusion des Autors, ein Buch veröffentlicht zu haben. Wer als angehender Schriftsteller diesen Weg geht, dem kann nur geraten werden, ein Pseudonym zu verwenden. Probieren, was geht, mit dem einen oder anderen Titel, unter Pseudonym – um ohne nennenswerte Investitionen Erfahrungen zu sammeln und zu lernen, vielleicht auch etwas zu verdienen – warum auch nicht. Doch eine wirklich hoffnungsvoll gute Arbeit, die verdächtig ist, durchaus gute Auflagen zu erzielen, hat in einer solchen Vermarktungskonstruktion nichts verloren.

Wenn letztlich alle Anstrengungen, einen richtigen und passenden Verlag zu finden, scheitern, kann ein Autor immer noch versuchen, das eigene Werk selbst zu veröffentlichen, im Selbstverlag – für das Geld, was er den entsprechenden Netzwerken und „Verlagen“ sonst dafür gezahlt hätte. Eine eigene ISBN-Nummer und der Weg in den Handel sind auch selber zu schaffen. Die Kalkulation kann optimiert werden, Verkaufserlöse kommen über den seriösen Handel sicher auf das eigene Konto, oder Bestellungen werden direkt beim Autor getätigt. Dieser könnte sich zweckmäßigerweise eine eigene Autorenhomepage zulegen, die nicht aufwendig zu sein braucht. Neben weiteren Initiativen bedeutet dies beste Werbung und effiziente Bestellmöglichkeit direkt bzw. über einen Link zum vernetzten Buchhandel, wofür das Buch neben der obligatorischen ISBN-Nummer natürlich beim Buchhandel gelistet sein muss.
Dafür nutzt man letztlich das Verzeichnis lieferbarer Bücher, in welchem der Titel eingetragen wird. All dies, was mit einer eigenen profimäßigen Veröffentlichung zusammenhängt, ist unkompliziert und von den Autoren, die sich auch als Selbstverleger versuchen, leicht zu erlernen. Vor dieser Variante einer Veröffentlichung sollten allerdings auf jeden Fall alle Möglichkeiten über eine Literaturagentur oder Verlag genutzt werden, wenn man nicht – wie oben beschrieben – das „Verbrennen“ seines Werkes riskieren will.

Abzuraten ist von allen einfachen „Veröffentlichungen“ ohne die richtige, rechtlich gesicherte und auch vertrauenswürdigere Herausgabe eines Buches, hinter dem der Autor wirklich mit seiner Person und einem guten Verlag steht. Also Finger weg von ungeschützten E-Book-Veröffentlichungen und selbst gebastelten Druck-Kladden.
E-Book-Exemplare – auch kopiergeschützt – sollten, wenn überhaupt, erst nach der echten Hauptveröffentlichung eines Drucks lediglich zu dessen Ergänzung angeboten werden, oder die Entscheidung dazu verbleibt beim Verlag. Insbesondere werden die E-Books dann der Werbung, somit dem Bekanntheitsgrad von Titel und Autorennamen dienen.
Beim alleinigen Vertrieb als E-Book muss mit Sicherheit von der Tatsache ausgegangen werden, dass kaum jemand so ein Werk ernst nimmt, wenn es nicht zumindest bereits als Rarität gehandelt wird.
Wenn ein Buch nicht irgendwann bei einem echten, möglichst bekannten Verlag erschienen ist, bestehen unüberwindliche Vorurteile, für die Masse der Leser bleibt das Werk unseriös, wie interessant es auch sein mag. Insbesondere, wenn der Autor nicht bekannt ist.

Man kann dies mit einem anderen, ähnlichen Phänomen vergleichen:
Wer eine sehr urige Kneipe betritt, geht meist dennoch gleich oder bald wieder heraus, wenn darin kein einziger weiterer Gast sitzt und auch niemand oder nur wenige Leute über eine längere Zeit hereinkommen. Den Rest des Beitrags lesen »

Schreiben mit Feder und Stift

Was heute geschrieben wird, ist morgen erst interessant. Abgesehen von früheren wenigen Ausnahmen. Da hatten wir aber noch alle Zeit unseres Lebens. Zu Lebzeiten verkannte Dichter, Schriftsteller und Künstler konnten zumindest auf den Nachruhm hoffen. Und heute? Originalität gibt es nicht mehr – dafür sorgt die unermüdliche Überarbeitung einer Kreation per Computer und Software.
Zeit haben wir keine mehr. Jetzt oder nie ist die Losung der Zivilisationen. Zeitgenössische Kunst und Literatur bräuchten aber viel Zeit, zu reifen, zu fließen, sich unsterblich zu machen. Zeit aber ist das, was wir nicht mehr haben, und inzwischen wohl auch nicht mehr brauchen. Zeit ist Geld – doch die Taschen sind leer, sagen die Politiker überall in der Welt; und die müssen es ja wissen, schlau, gebildet und klug wie sie schon immer waren, und ihre eigenen Taschen sind – wie wir Normalbürger alle bedauern – natürlich noch leerer. Red.