Literatur, Prosa, Sachliches und Kritik bei Thomas A. Kristott

Literatur, Schreiben, Schriftsteller, Kultur und Zivilcourage

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Künstler - und Schriftstellermahlzeit

Poeten, Schriftsteller und Künstler hatten es zu keiner Zeit besonders leicht.

Schon gar nicht im Alleingang.

Ein Galerist namens van Gogh verkaufte zu Lebzeiten seines damals völlig unbedeutenden Bruders und Malers Vincent van Gogh von diesem ein einziges, völlig unbedeutendes, Bild, das heute fast unbezahlbar ist. Dann kümmerte er sich, soweit es ihm möglich war, um den Nachruhm seines Bruders.

Jean Ziegler

Über Jean Ziegler (* 19. April 1934 als Hans Ziegler in Thun, Schweiz) der den Literaturpreis für Menschenrechte erhielt,

kann man in Wikipedia u.a. lesen:

„…ist ein Schweizer Soziologe, Politiker und Sachbuchautor. Von 1967 bis zu seiner Abwahl 1983 und erneut von 1987 bis 1999 war er Genfer Abgeordneter im Nationalrat für die Sozialdemokratische Partei. Von 2000 bis 2008 war er UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung – zuerst im Auftrag der Menschenrechtskommission, dann des Menschenrechtsrats – sowie Mitglied der UN-Task-Force für humanitäre Hilfe im Irak. 2008 wurde Ziegler in den Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats gewählt. Er ist ausserdem im Beirat der Bürger- und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control.“

Ein bedeutendender und außergewöhnlicher Mensch, meine ich.

Er war u.a. befreundet mit Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoire und Che Guevara.

Der Schweizer Soziologe und Sachbuchautor Jean Ziegler erhielt in Frankreich für sein Werk «La haine de l’Occident» den Literaturpreis für Menschenrechte. Der Preis wird wurde ihm nach Angaben seines Verlegers am 10. Dezember 2008 in Paris übergeben.

Herausragende, schonungslos präzise und in vielen Kreisen unerwünschte, sehr unbequeme Publikationen:

Neu: „Der Hass auf den Westen“ Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren, Bertelsmann, September 2009, ISBN 3570011321

„Das Imperium der Schande“ Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung, Bertelsmann, 2005, ISBN 3570008789

„Die Barbaren kommen. Kapitalismus und organisiertes Verbrechen, Goldmann 1999, ISBN 3442150299

„Wie kommt der Hunger in die Welt?“ Ein Gespräch mit meinem Sohn, Bertelsmann, München 2002, ISBN 3570300595

„Die Schweiz wäscht weißer.“ Die Finanzdrehscheibe des internationalen Verbrechens, Droemer Knaur 1992, ISBN 3426048574

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Übrigens (siehe auch als Kommentar):

Nobelpreisträgerin Gordimer: Schreibtalent ist angeboren

Sinngemäße Wiedergabe Meldung dapd, Hamburg:

Schreibtalent ist angeboren. Nadine Gordimer, die südafrikanische Literatur-Nobelpreisträgerin, hält Schreibtalent für angeboren. „Das Schreiben ist ein Trieb, dazu wird man geboren oder nicht. Man bringt einen Blick für Menschen und Körpersprache mit, den man nicht lernen kann“, so die 87-Jährige zum „Zeit“-Magazin. Um zu schreiben, müsse man allerdings zunächst „lesen, lesen, lesen“.

Sehr nützlich war ihr, dass ihre Mutter sie schon mit zwölf Jahren habe Erwachsenenliteratur lesen lassen. „Seit ich neun Jahre alt war, schreibe ich, das macht mich aus“, denn Schreiben sei „das Fundament“ ihrer Identität.

1991 wurde die Südafrikanerin mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Vor allem die südafrikanische Apartheidpolitik und deren Folgen behandelt sie in ihren Büchern.

Jean-Paul Sartre:

Das nicht leicht zu lesende Werk „Was ist Literatur?“

ist die scharfzüngige und geistreiche Antwort auf eine Polemik, die hier später noch besprochen werden soll.

u.a. erschienen bei Rohwohlt Taschenbuchverlag GmbH 1990-

ISBN 3 499 14779 3

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Jörg Fauser

Über Fauser ist in Wikipedia nachzulesen:

„Fauser war in seinen frühen Jahren ein Underground-Autor, der stark von der amerikanischen Beat-Literatur beeinflusst war und in seinen Texten eigene Drogenerfahrungen verarbeitete. Unter dem Einfluss der amerikanischen Hard-boiled-Autoren Dashiell Hammett und Raymond Chandler wandelte er sich in den 1980er Jahren zu einem Autor von Kriminalromanen aus der bundesrepublikanischen Wirklichkeit. Sein letzter Roman Die Tournee blieb unvollendet und erschien erst im September 2007…“

Mit J. Fauser, den wir für einen aussergewöhnlichen Autor halten, dessen Begabung und Schaffen nach seinem tragischen frühen Tod eine klaffende Lücke insbesondere im deutschen literarischen Bereich hinterlassen haben, werden wir uns hier noch weiter beschäftigen. Daneben empfehlen wir die weitere Biografie, die Bibliografie und alle anderen ausführlichen Infos in der Wikipedia nachzulesen. Die offizielle Webseite:

www.jörg-fauser.de

Hier die Biografie und Werke, Tätigkeiten, wie auf der o.a. Seite zu lesen:

„Jörg Christian Fauser wurde am 16. Juli 1944 in Bad Schwalbach als Sohn des Künstlers Arthur Fauser und der Schauspielerin Maria Fauser geboren. Nach dem Abitur am Lessing-Gymnasium in Frankfurt/Main schrieb er sich 1965 an der Goethe-Universität in Frankfurt am

Main für Ethnologie und Anglistik ein, brach jedoch das Studium im Jahr darauf ab, leistete Zivildienst in Heidelberg und wurde für einige Jahre drogenabhängig. Nach längeren Aufenthalten in Istanbul (1967/68) lebte Jörg Fauser in Berlin und Frankfurt.

Über seine Reisen nach Marokko (1975) und in die USA (1976) schrieb er Berichte für die Basler Nationalzeitung. Jörg Fauser arbeitete mit dem Rockmusiker Achim Reichel zusammen, veröffentlichte unter dem Einfluss der Beat-Generation Gedichte, betätigte sich als Journalist und Schriftsteller. Von Dashiell Hammett und Raymond Chandler inspiriert,

begann er in den Achtzigerjahren, Kriminalromane zu verfassen („Der Schneemann“, 1981).

Jörg Fauser heiratete am 9. Juli 1985 Gabriele Oßwald und zog mit ihr nach München.

In der Nacht nach seinem 43. Geburtstag geriet er zwischen Riem und Feldkirchen zu Fuß auf die Autobahn, wurde von einem Lastwagen erfasst und erlag seinen Verletzungen. Auf der Criminale 1988 wurde Jörg Fauser posthum mit dem Friedrich Glauser-Preis ausgezeichnet.

Ein Dokumentarfilm von Christoph Rüter über Jörg Fauser war am 17. Juli 2006 erstmals im Fernsehen zu sehen: „Rohstoff. Der Schriftsteller Jörg Fauser“.

Jörg Fauser: Bibliografie (Auswahl)

· Aqualunge (1971)

· Tophane (1972)

· Die Harry-Gelb-Story (1973)

· Open End (1977)

· Marlon Brando. Der versilberte Rebell. Biografischer Essay (1978)

· Der Strand der Städte (1978)

· Alles wird gut (1979)

· Requiem für einen Goldfisch (1979)

· Trotzki, Goethe und das Glück (1979)

· Der Schneemann (1981)

· Mann und Maus (1982)

· Blues für Blondinen (1984)

· Rohstoff (1984)

· Das Schlangenmaul (1985)“

Dazu:

“ Biografie 1944 – 1987

16. 7. 1944

Jörg Christian Fauser in Bad Schwalbach/Taunus geboren; Vater Maler, Mutter Schauspielerin.

1951-55

Mitwirkung in Hörfunk- und Fernsehproduktionen des Hessischen Rundfunks.

1959-60

Erste journalistische Beiträge (Frankfurter Neue Presse).

Sommer 1963

Aufenthalt in London; beginnt Mitarbeit bei den Frankfurter Heften (als Rezensent).

23. 6. 1964

Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer.

Juli 1964

In London; Kontakt mit britischen und spanischen Anarchisten; erste Gedichtveröffentlichung

(»An London«, Frankfurter Hefte); erste Erfahrungen mit Heroin und synthetischen Opiaten.

März 1965

Abitur am Lessing-Gymnasium, Frankfurt. Reisen nach Spanien und England.

Mai 1965

Immatrikuliert sich an der J. W. v. Goethe-Universität, Frankfurt (Ethnologie und Anglistik).

August-Oktober 1965

In Watford/Hertfordshire bei einer englischen Freundin (vgl. »Junk City 1« in Frühe Prosa); arbeitet als Pfleger in einem Siechenheim in London (- schreibt darüber einen Bericht, der im Mai 1966 vom Hessischen Rundfunk gesendet wird).

März/April 1966

Griechenland und Türkei.

August 1966

Aufenthalt in Dublin.

1. Oktober 1966

Bricht Studium ab; tritt Ersatzdienst an (Bethanien Krankenhaus, Heidelberg); wird drogenabhängig.

Januar/Februar 1967

Unterbricht Ersatzdienst und hält sich sechs Wochen in Istanbul auf.

Herbst 1967

Verläßt vorzeitig den Ersatzdienst und setzt sich nach Istanbul ab, wo er im Junkie-Viertel Tophane lebt.

Herbst 1968

Rückkehr nach Frankfurt; Übersiedlung nach Berlin (»Linkeck«-Kommune).

April 1969

Beginnt in Göttingen mit der Arbeit an seinem ersten Buch, »Tophane«, das er im Februar 1970 beendet.

Oktober/November 1970

Aufenthalt in Istanbul und Izmir.

Dezember 1970

Recherchiert in Hamburg und Berlin für eine Reportage über das Drogenproblem, die unter dem Titel »Junk – Die harten Drogen« im März 1971 in der Zeitschrift twen erscheint.

Mai 1971

In Frankfurt; verantwortlicher Redakteur der Underground-Zeitung Zoom; die Herausgeber (Besitzer der gleichnamigen Diskothek, die Probleme mit dem Rauschgiftdezernat hat) verhindern die Auslieferung der Nr. 2 (Juni).

Juni-Oktober 1971

Gibt mit J. Ploog, C. Weissner und Udo Breger die Underground-Zeitung UFO heraus; veröffentlicht im Verlag Udo Breger (Göttingen) das Pamphlet »Aqualunge« (Textmontagen; Fortsetzung von »Tophane«).

1972

Kommt von harten Drogen los; »Tophane« erscheint im August im Maro Verlag.

April 1973

Gründet mit J. Ploog und C. Weissner die Literaturzeitschrift Gasolin 23.

September 1973

Der Gedichtband »Die Harry Gelb Story« erscheint im Maro Verlag.

Mai 1974

Wird freier Mitarbeiter der Basler National-Zeitung (ab 1977: Basler Zeitung), für die er bis Ende 1979 Reisefeuilletons, Essays und Rezensionen schreibt

Herbst 1974

Zieht nach München.

Dezember 1974

Erstes Hörspiel (»Café Nirwana«), Westdeutscher Rundfunk.

1975

Organisiert Ausstellungen für die Galerie Kröker, München. Juli: Aufenthalt in Marokko.

1976

Eintritt in den Schriftstellerverband (VS). Mai-Juni: USA, zu Dreharbeiten für den Film »C’est la vie Rrose« von Hans-Christof Stenzel; Besuch bei Charles Bukowski in Los Angeles.

Januar/Februar 1977

Übersetzt die James-Dean-Biographie von John Howlett für den Verlag Monika Nüchtern,

München.

Juli 1977

Mallorca; schreibt Drehbuch zu einem Film über Bakunin (für H.-Chr. Stenzel; nicht realisiert). Mitarbeit bei Rogner’s Magazin.

September 1977

Los Angeles; Playboy-Interview mit Charles Bukowski (erscheint in Playboy 12/1977).

Dezember 1977-Januar 1978

Übersetzt Joan Baez‘ Autobiographie »Daybreak« für den Verlag Zweitausendeins; schreibt anschließend Marlon-Brando-Biographie für den Verlag Monika Nüchtern.

Herbst 1978

»Der Strand der Städte« (Zeitungsartikel und Radioessays 1975-77) erscheint im Verlag Eduard Jakobsohn, Berlin.

August 1978-Februar 1979

Arbeitet an einem Drehbuch für den Regisseur Florian Furtwängler (»Ein Spiel zuviel«, über Glücksspiel; nicht realisiert).

März 1979

Der Gedichtband »Trotzki, Goethe und das Glück« erscheint im Verlag Rogner & Bernhard, München. Schreibt erste Songtexte für den Rocksänger Achim Reichel; erste Beiträge für das Tip-Magazin, Berlin.

September 1979

»Alles wird gut« (Erzählung) erscheint bei Rogner & Bernhard.

Oktober 1979

Beginnt mit der Arbeit an dem Roman »Der Schneemann«; erste Beiträge für die Zeitschrift »lui«.

Januar 1980

Erste Kolumne (unter Pseudonym »Caliban«) für das Tip-Magazin.

März 1980

Amsterdam und Ostende: Recherchen für »Der Schneemann«.

Januar 1981

Umzug nach Berlin; arbeitet als Redakteur und Kolumnist beim Tip-Magazin.

März 1981

»Der Schneemann« erscheint bei Rogner & Bernhard. Austritt aus dem Schriftstellerverband.

Frühjahr 1982

Begleitet Achim Reichel und Band auf einer Tournee durch die Bundesrepublik; schreibt darüber eine Reportage für die Zeitschrift TransAtlantik.

Juli 1982

Paros/Griechenland; schreibt die ersten Kapitel des Romans »Rohstoff«. Gesammelte Erzählungen aus sieben Jahren erscheinen unter dem Titel »Mann und Maus« bei Rogner & Bernhard.

Januar 1983

Schreibt (unter eigenem Namen) die Kolumne »Wie es euch gefällt« im Tip-Magazin (bis Juni 1984).

1984

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1 Kommentar»

  Alex wrote @

Der Beitrag (Interview) gestern im „Phoenix“-Sender zeigte mehr als d(eutsch)lich, wie unbequem aber auch wie zu intellektuell Jean Ziegler dem Moderator war, und damit wohl auch dem Sender, der ja eigentlich nicht für Dummheit und Pragmatismus bekannt ist.
Jean Zieglers Erwiderungen und Ausführungen wurden einfach abgewürgt.


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