Redaktionelles

Leben und leben lassen, mit dem Alter weiser werden statt dümmer

Wichtiger als der allgemein so vergötterte Wohlstand und ein Leben ohne materielle Risiken ist unsere Gesundheit mit natürlichen Lebensfreuden in einem unangepassten Dasein ohne psychische und physische Leiden.

Abfinden müssen wir uns mit Trauer und Kummer, wenn Menschen und Tiere, die wir lieben, hilflos leiden und sogar sterben – sei es durch Krankheit oder einfach, weil sie am Ende ihres Lebens nun einmal gehen müssen. Doch das gilt für alles Lebendige und gehört zum Leben. Unsere Trauer schwächt sich im Laufe der Zeit auf natürliche Weise ab – wir hätten es sonst sehr schwer, einfach weiterzuleben.

Womit wir aber täglich leben, ist eine der entscheidenden Schwächen unserer Spezies, es ist die gewohnheitsmäßige, unglaublich verbreitete Anpassung, die wie eine Klette an uns haftet. Diese Anpassung ist so zerstörerisch wie unausrottbar – sie beeinflusst ab der frühesten Jugend unsere sich entwickelnde Persönlichkeit, durch „Erziehung“ und gesellschaftliche Erwartungen, auch mit Gewalt und durch Zerbrechen des noch kindlichen Willens.

Übrig bleiben oft psychische (und damit einhergehend oft auch körperliche) Krüppel, die bequem in die Reihen der Massengesellschaft passen, ohne irgendwo quer zu liegen und damit zu stören.

Die Betroffenen leiden ihr Leben lang auf die eine oder andere Art und stellen letztlich fest (leider meist zu spät): Konformität und Opportunität ist nicht das Zaubermittel, gut durch das Leben zu kommen. Allenfalls ein gewisses Maß sollten wir uns als notwendiges genetisches Erbe davon zugestehen.

Was wir selbst im eigenen Interesse für unser höchstmögliches Wohlbefinden und ein Leben in gesunder Aktivität bis ins hohe Alter tun können, nicht ohne gewisse persönliche Anstrengungen und Verzicht auf geliebte Gewohnheiten und Vergnügungen (allerdings nur durch gravierende Änderung unseres angepassten, unnatürlichen Verhaltens), wird diese Seite nach und nach – einschließlich Ihrer Kommentare und Beiträge – immer mehr füllen.

Aber vorab:

Ohne die Überwindung der übertrieben Anpassung an die angeblich unverzichtbaren und doch oft zerstörerischen Belange unserer Mitmenschen, schaffen wir in dieser Hinsicht gar nichts. Es reicht auch nicht, einfach mal wieder deshalb einen Therapeuten aufzusuchen, der seinen Wecker unserem Gespräch beistellt, um nicht einzuschlafen und zu wissen, wann die gut bezahlte Arbeitsstunde für ihn um ist.

Der Anfang unserer völligen Wende und Abkehr von der bisherigen Lebensweise sollte ganz anders aussehen.

Wie, damit werden wir hier demnächst beginnen.

Thema Atomkraftwerke sollte nach den verheerenden (vorhersehbaren) Atomverseuchungen durch die Atom-Kraftwerke in Tschernobil (Russland) und Japan Bestandteil aller Themen über Gesundheit sein. Bekanntlich halten Politiker in vielen Regionen an Energierzeugung durch Atomkraft fest.

Die vernünftige, gesunde Formel ist aber: Atomkraftwerk=Tod

Meinungen und Infos für diese Seite sind willkommen.

***

Was ist das Geheimnis eines langen (zumindest empfunden langen) Lebens?

Ab einem gewissen Alter begleitet uns Menschen ein seltsames, als bedrohlich empfundenes Phänomen. Wir können uns nicht erklären, weshalb die Tage, Wochen, Monate und Jahre, so ganz anders als in der Jugend, in atemberaubendem Tempo dahinrasen, wir das Gefühl haben, täglich zu altern, dem unvermeidlichen Ende förmlich täglich ein Stück näher zu kommen. Das macht uns unsicher, ängstlich, letztlich depressiv, tatsächlich älter und kränker – Tage verfliegen, die Zeiger der überall präsenten Uhren kreisen atemberaubend schnell weiter, die Zeit rast wie mit Siebenmeilenstiefeln und reißt uns unausweichlich mit. Ganz anders war es in der Kindheit und der frühen Jugend.

Irgendwann denken wir schließlich bei allen möglichen Gelegenheiten nun viel zu oft an den unvermeidlichen Tod, und fühlen uns ausgebrannt; Freunde oder Angehörige haben wir vielleicht schon durch deren Tod verloren. Jugenderinnerungen und Rückblenden, Vergleiche mit früheren Zeiten, setzen sich mehr und mehr in unserem Bewusstsein fest. Es kommt der Tag, von dem ab nichts mehr intensiv erlebt wird, nichts mehr gelassen und freudig nachwirkt.

Meine letzte schöne Nacht nach einem Ausflug ins ruhige Dänemark, an der Grenze auf dänischer Seite
Letzte schöne Nacht an der deutschen Grenze auf dänischer Seite anno 1986

Hier die PDF dazu:  Ich letzte Nacht in Dänemark

Doch nicht die Tatsache, dass wir den jugendlichen Optimismus, Elan und die Unternehmungslust des Älterwerdens wegen eingebüßt haben, was bis zu einem gewissen, natürlichen, doch erträglichen Grad auch der Fall ist, ist hierfür verantwortlich. Auch unsere Urgroßeltern und Großeltern wurden schließlich nicht jünger und alterten auf ihre Weise.

Die Frage ist, wie altern wir?

Ich habe mich mit Anfang sechzig Jahren – mit oben genannten Problemen schon länger konfrontiert – seit kurzem entschlossen, meinen Fernsehapparat samt Video-Rekorder, die beide seit über zehn Jahren besonders meinen Alltag bestimmt haben, zu verschenken.

Ehrlich gesagt, ich habe das auf die Dauer nicht durchgehalten, denn ich bin ein recht kommunikativer Mensch, liebe gute Menschen, gute Filme, interessante Gespräche und Natur, mag sehr gute Dokumentationen. Ich habe mich aber hier immer von den allesamt aus rein kommerziellen Interessen unaufhörlich rasant und dümmlich abspulenden Nachrichten, krank machenden unaufhörlichen Katrastophenmeldungen und Massenmordberichten,  verlogenen Werbungen, hektischem Geschrei und den journalistischen Anbiederungen an Politiker, von dem wie ein nie zu leerender Wasserkübel über die Menschen ausgegossenen weltlichen Zeitgeschehen, leeren Gefasel und dem hohlen, unaufhörlichen Geplapper über Leistungssport und Geseiber in schwachsinnigen „Dokusoaps“ – und letztlich von an Minderwertigkeit und Primitivität nicht zu überbietenden  Serien/Filmen befreit. Radiogeplärre ist ohnehin bei mir tabu.

Anfang der 80er, mit 33 Jahren waren die Gedanken leicht, das Leben locker
Anfang der 80er, mit 31 Jahren waren für mich die Gedanken leicht, das Leben locker

Was das Internet und den Computer, aber auch Flugzeuge, Kraftfahrzeuge wie PKW und Motorrad, betrifft, die auch nicht mehr aus dem heutigen Leben wegzudenken sind, so komme ich an anderer Stelle darauf zu sprechen – auch daraus kann man das Beste machen, doch wie schon bei den oben genannten Medien und Gerätschaften, gibt es nur wenige einzuhaltende Konsequenzen, die man durchsetzen muss.

Es war sicher nützlich und sehr unterhaltend, die vielen wissenschaftlich-populären Berichte und abenteuerlichen Info-Beiträge und bildenden Filme, die fast ausschließlich nur nachts kommen, interessante Videofilme und viele amerikanische Top-Filme (leider nur wenig vergleichbare deutsche und andere Produktionen) mit spannendem Stoff und großem Unterhaltungswert , oft wiederholt, der letzten Jahre im Fernsehen und auf dem Videoschirm anzusehen.

Lesen, Zerstreuung, interessante Beiträge und klassisch gute Filme – es ist immer eine schöne, bildungs-und unterhaltungsreiche Zeit….. das vermehrte Lesen, Schreiben und viele Augenblicke intensiver, direkter Beschäftigung, auch mit den eigenen und anderen Tieren – und nach all den Jahren, nach der Aufnahme einer Menge an Wissen und Unterhaltung, reicht dies jetzt, um künftig mein Leben in Ruhe und Normalität – in wesentlich gemächlicherem Tempo zu genießen.

Mein altes Radio, ohnehin selten genutzt, ist auf Kultursender und Klassikmusik eingestellt – wann immer ich kann, drehe ich den Lautstärkeknopf bei den auch hier viel zu häufigen „Nachrichten“ herunter. Die Zeit, als ich das Röhrengerät mit „Schlager der Woche“ im Rias und Countrymusik im „AFN Berlin“, und auch noch in den 70ern mit Johnny Cash und den damals noch guten Schlagerhits, so laut wie möglich aufdrehte, sind längst vorbei. Und das regelmäßige Geplapper, die gleiche „frisch fröhliche“ Morgensendung für die zur Arbeit gehen sollenden Normalbürger (wir nannten sie „Proleten“) habe ich schon immer – wie alles Regelmäßige, ob die gleiche S-Bahn zur gleichen Minute oder die gleichen Leute an der gleichen Straßenbahnhaltestelle oder die gleiche Menschentraube am gleichen Werktor zur gleichen Zeit etc. – gehasst.

In meinem Fall – sicher gilt das auch allgemein – kommt ein riesengroßer Vorteil  hinzu:

Ich war immer eine Nachteule – das hat sich seit der Jugend so ergeben. Die schönste Zeit habe ich verschlafen, wenn die Sonne goldglänzend aufging, und wenn die Helligkeit – besonders im Frühling und Sommer – des Tages die Natur zum Leben erweckte, die vielen Vogelstimmen zwitscherten, das Licht und der blaue Himmel alles Lebendige mit Glück erfüllten – dann nahm ich nicht daran teil, sondern lag im muffigen Bett. Nach einer langen Fernsehnacht oder nächtlicher Herumtreiberei (in der Jugend) blieb mir nichts als Übermüdung, Unausgeschlafenheit, ungeregeltes Essen und nach dem Aufstehen die Wiederholung – erneute Dunkelheit und Einsamkeit.

Das hat sich nun noch rechtzeitig geändert. Ich beneide jetzt nicht mehr die Vögel, die den ganzen langen hellen Tag genießen.

Wird fortgesetzt,

da dieses Thema immer aktueller wird in einer Zeit, in welcher Menschen immer schneller und früher schwere Krankheiten, einschließlich Depressionen bekommen. Wir leben inmitten einer mehr und mehr vergifteten Umwelt, einer immer mehr um sich greifenden Degeneration sowohl körperlich als auch geistig. Ein Ende, eine Besserung ist nicht abzusehen, die Menschheit will es so, sie wird von den Gesetzen der Natur bestraft werden – der Prozess hat bereits eingesetzt, und da die Menschen weiterleben wie bisher, unaufhaltsam, mörderische Kriege, Stress, Biologische und chemische Eingriffe in ihre Natur , dauert es bis zu ihrem Aussterben nicht mehr lange. Die Menschen haben mit dem Leben für Geld und Gut, ihren brutalen Kriegen untereinander, dem Leben in einer überaus kränker werdenden kapitalistischen Gesellschaft, die Kiste der Pandorra geöffnet, mittlerweile unwiderruflich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s