Literatur, Prosa, Sachliches und Kritik bei Thomas A. Kristott

Literatur, Schreiben, Schriftsteller, Kultur und Zivilcourage

Katzenschicksale – Winter, eisiger Frost, Schneeregen, Schneeberge

Der Monat Dezember brachte unmittelbar nach Beginn Schneemassen und eisige Kälte. Inzwischen ist März, die Kälte und der Schneeregen kommen hin und wieder zurück. Etliche ausgesetzte aber auch angeblich umsorgte Katzen und neugeborene Kätzchen verkriechen sich in kalte Scheunen und eisige Ställe oder in Verschläge; die Fütterung von Menschen – sofern vorhanden – , die selbst am warmen Ofen und in ihren warmen und gemütlichen Zimmern sitzen, ist schlechthin ungenügend und mieserabel und ohnehin nur für den geringsten Teil der Katzen existent. Dominante Tiere mögen es da noch etwas besser haben, doch für die schwachen und kranken bleibt kaum etwas übrig. Die kleinen Kids sterben an Unterernährung und Kälte. Viele Katzenfamilien werden getötet, verjagt oder verbringen ihre Tage im günstigsten Fall in einem überfüllten Tierheim, im Käfig – dort nicht selten den Tod durch Euthanasie im Nacken.

Das Tierschutzgesetz schreibt eine generelle Kastration der in Hof und Scheunen vegetierenden Katzen nicht vor. So leidet jede neue Katzengeneration auf´s neue – ihre „Eigentümer“ kalkulieren ihren Tod als willkommene Natürlichkeit ein, ob überfahren, erkrankt, erfroren oder verhungert.

Die Zahl der überlebenden Katzen bleibt für sie somit überschaubar, wenn nicht, werden ganze Katzenfamilien irgendwie entsorgt, wer interessiert sich schon dafür, die Tiere bleiben im menschlichen Gesetz ja nur eine Sache, und die brutale Tötung ist „Sachbeschädigung“ oder allenfalls ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz – mit lächerlichen Strafen für die Täter.
Für viele Menschen, gewisse Hausbesitzer, Förster, Jäger und Bauern etc. sind Katzen unwillkommen oder allenfalls Mäusejäger, nur hierfür nützlich – jedes Gefühl fehlt für die sanften, sauberen, freundlichen und intelligenten Katzen, die sich gern und liebevoll für ein warmes Plätzchen, gutes Futter und Fürsorge den Menschen anschließen, sich einen Namen und Familienglück wünschen.
Doch sie dürfen Haus und Wohnung nicht betreten, müssen sich einsam draußen einrichten, in einem alten Eimer unter einer Treppe, in einem kalten Stall ohne genügend Stroh, in einem Mauerverschlag – bei jedem Klima, bei eisigen Temparaturen, bei Schnee, Matsch, Hagel und Regen, unterernährt und mißachtet.
Auch sogenannte Chisten üben hier wohl kaum christliche Nächstenliebe aus, Jesus Christus oder auch Budda hätten niemals so gehandelt. Seit der römische Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert den Grundstein für die folgende Staatsreligion des Christentum legte, ging es nach und nach vorbei mit Mitgefühl und Erbarmen mit allen Kreaturen – ob „Buddisten“ oder „Christen“ – nicht nur bei Andersgläubigen – die Ausgrenzung der Tiere und deren alleinige Nutzung als Nutz-und Schlachtvie ist schamlos, und Jesus Christus würde noch einmal die Tische umwerfen.
Letztlich, wenn es nicht so traurig wäre, tun mir die Menschen, die sich hier selbst mit allem versorgen, von christlicher Nächstenliebe reden und nicht selten gerade zu Weihnachten letztlich nur an sich denken, leid. Die lebende Welt beherrscht derzeit ein Wesen – der Mensch – das großenteils gefühlskalt ist und eines Tages selbst die Rechnung dafür präsentiert bekommt.

Advertisements

No comments yet»

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: