Literatur, Prosa, Sachliches und Kritik bei Thomas A. Kristott

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Unbedingt beachten bei der Handaufzucht junger Kätzchen!!

Unbedingt beachten bei der Handaufzucht junger Kätzchen!!

                                                                                                           Marie

(Dieser Artikel ersetzt keinesfalls die fachlichen Auskünfte und Hilfen von Tierärzten Ihres Vertrauens und speziell ausgebildeten Fachkräften, er ist als wichtige Anregung und Hilfe bei eigenen Bemühungen zur Rettung der Katzenkinder gedacht. Wenden Sie sich immer unbedingt auch an diese Stellen)

Aus eigener sehr schmerzlicher Erfahrung möchte ich in diesem Beitrag insbesondere auf die schwersten Irrtümer, Fehler und Probleme eingehen, denen sich gut meinende aber noch meist unerfahrene Helfer in der Not bei der Rettung und Aufzucht per Hand von Kätzchen ausgesetzt sehen – ohne dass die mitunter für die Welpen lebensgefährlichen Handlungen und Umstände rechtzeitig klar erkannt werden. Prinzipiell gelten einige wichtige Hinweise in anderen Formen auch für erwachsene, verletzte und kranke Tiere.   Wenn die Situation, meist unvorhergesehen, eintritt, dass Kätzchen gleich oder auch im Alter von wenigen Tagen – oder Wochen ohne Mutter, aus welchen Gründen auch immer, aufgefunden werden, muss schnell aber sehr überlegt gehandelt werden. Ich beschränke mich zunächst auf die lebensgefährlichsten Möglichkeiten und Situationen, die nun eintreten können oder auch schon eingetreten sind. Menschen, die mit derartigen Situationen nicht oder wenig vertraut sind, neigen spätestens dann, wenn sie von fachlicher Seite nicht umgehend Unterstützung bzw. entsprechende Beratung erhalten, zur Panik. Das habe ich bei mir selbst bitterst erfahren, und wenn man seinem Welpen tage – und nächtelang, rund um die Uhr, betreut und dabei das kleine Köpfchen, aus dem das wache Augenpaar dich auf Handlänge anschaut, wenn dies Gesichtchen, das kleine Näschen und Schnäuzchen mit den winzigen Schnurrhaaren und die abgespreizten Ohren – im Verhältnis noch übergroß – sich dir in diesen unvergesslichen und schönsten Tagen und Nächten auf immer eingeprägt haben, wenn dann dieses Tierchen, weil du in deiner glücklichen aber unberechenbaren Müdigkeit mit unfassbarer nur kurzer Unbesonnenheit einen entscheidenden Fehler bei Fütterung oder Pflege des Kleinen begehst, fast lautlos leidend, an diesem eben noch so glücklichen Tag, oder einer ebenso glücklichen, nun schlimmen Nacht, dahingeht, ist es, als bricht dein Herz in tausend Stücke und eine schrecklichere Einsamkeit, eine tiefere Trauer ist nicht möglich.

Da liegt vielleicht ein Hund angefahren auf der nächtlichen Straße, oder eine Katze schreit ununterbrochen in der Nähe in größtem Schmerz, während sie zusammengekauert reglos in einem Gehölz Zuflucht gesucht hat, ihre Schulterblätter fassen sich an, als bestünden sie nur noch aus Splitter. Genau dann ist niemand zur Stelle, sind Anrufe vergeblich, wird man allenfalls mit zwar nützlichen aber in dieser Situation recht nutzlosen Ratschlägen bedacht. Leute und Institutionen, vermeintliche Ansprechpartner in Tierschutzstellen, veterinäre Dienste, einschlägige Webseitenbetreiber, Tierrettung – sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind in brenzligen Situationen, wenn es auf schnelle und sehr gezielte Unterstützung im Einzelfall ankommt, entweder gerade nicht erreichbar, haben keine Kapazitäten oder sind schlichtweg zeitlich überfordert. Wochenenden, Feiertage, Ferienzeit – die hilflosen Tiere suchen sich nicht immer die günstigsten Zeiten aus. Glück in ihrem Unglück hätten die Tiere, wenn ein mobiler Tierretter zu erreichen ist, doch die sind rar.

Dann sind gerade Telefon oder einfach die Gebühren für die Gespräche nicht vorhanden, der Nachbar ist nicht erreichbar, ein Fahrzeug fehlt – und alle sich auf diese ersten wichtigen Kontaktversuche beziehenden Maßnahmen gehen ins Leere. Der übliche Notruf bei Polizei oder Feuerwehr kann in den Fällen der letzte Ausweg sein, wenn sofort der Tierarzt erforderlich und ein Telefon erreichbar ist. Nicht jeder, der Tiere in einer nicht direkt erkennbar und unmittelbar lebensbedrohlichen Situation auffindet, will und braucht etwa ein kleines, noch offensichtlich unversehrtes einzelnes Kätzchen in die Anonymität einer Abgabe beim Tierarzt oder des Tierheims zu geben, selbst wenn dies schnell möglich ist. Es ist hinreichend bekannt, dass aufgrund der allgemein in den Tierheimen vorherrschenden Überlastung und Überfüllung sowie mangelndem fachlichen oder sonstigem Personal zunehmend Abgabetiere, auch völlig gesunde und junge, wenn nicht sofort, doch vielleicht etwas später eingeschläfert und entsorgt werden. Die jeweilige Einstellung dazu bei den verschieden Stellen ist nicht erkennbar, oder zumindest nicht gleich. Wer nun ein oder mehreren Kätzchen zunächst bei sich zu Hause Futter vorsetzt und die Tierchen fressen nicht, für den beginnt wahrscheinlich der panische Kreislauf weiterer Versuche um Rat und Unterstützung, doch über die Aussichten haben wir oben schon etwas geschrieben.

Wer berufstätig ist oder auch sonst keine Zeit hat, dem bleibt bald nur der Weg ins nächste Tierheim. Obwohl Menschen überall dicht gedrängt ringsum wohnen, ist selten jemand erpicht darauf, Zeit und vielleicht auch Geld oder seinen vorgegebenen Tagesablauf nicht sich selbst, sondern einmal mehr Fundtieren zu widmen. Die zunehmende Tierfeindlichkeit, besonders, wenn es sich um mehrere zu umsorgende Tiere handelt, greift auch hierzulande immer mehr um sich. Golfplätze, Parkanlagen, brachliegende Felder, Privatgrundstücke verfügen insgesamt über riesige Flächen, Häuser bergen Wohnraum in Fülle samt Anbauten, Carports, Rasenflächen, Steinplattenterrassen und Blumenbeeten. Doch kein Platz für notleidende Tiere, Hunde und Katzen oder alte und kranke Tieren. Viel mehr will ich dieser ersten Einleitung zum „Problem“ Tier nicht ausführen. Tiere (und nicht nur die) werden gemeinhin in solchen Fällen oft lästig, in denen sie den Alltag, die Bequemlichkeit, die eigene Berufstätigkeit und insbesondere den Bauplan der eingefleischten Ordnung und Sauberkeit stören. Die möglichen Kosten spielen ebenfalls eine große Rolle. So wird Verantwortung abgewälzt und allenfalls, wenn das Gewissen sich meldet, weiterdelegiert. Letztlich wird sehr genau die Kosten-Nutzen-Rechnung gemacht, Nutz – und Rassetiere bringen Geld und Status, die anderen landen im Kochtopf, in der Versuchsanstalt oder müssen anderweitig ihr Scherflein zum Wohlstand beitragen. Allenfalls werden am Ende der Wertskala an sich „nutzlose“ Tiere noch irgendwie verwertet oder man gestattet ihnen, etwa Katzen, ihr Dasein in Scheunen und verrotteten Ställen zu fristen, wo viele Welpen den Winter nicht überleben, auf Straße und Hof überfahren werden, wo sie ohne jede ärztliche Versorgung sind, sich unkontrolliert vermehren. Werden sie lästig oder werden es zu viele, bleiben ihnen das Tierheim, vielleicht auch der Schießprügel der allgegenwärtigen Jagdpächter oder die Euthanasie, und in letzterem machen Tierheime zunehmend keine Ausnahme.

Was sind die Hauptfehler in der Handaufzucht und mögliche schmerzliche Todesursache bei den Kleinen?

(Lesen Sie bitte weiter auf unserer Tierseite)


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